Parabuthus - Pocock, 1890
Parabuthus (Dickschwanzskorpione) sind primär im südlichen und östlichen Afrika sowie auf der Arabischen Halbinsel verbreitet.
Hauptverbreitungsgebiete
Die Gattung umfasst etwa 28 Arten, von denen rund 20 endemisch im südlichen Afrika vorkommen.
- Südliches Afrika: Schwerpunkt der Diversität. Häufige Vorkommen in Südafrika, Namibia, Botswana, Simbabwe und Mosambik.
- Ostafrika bis Arabien: Die Verbreitung reicht über Ostafrika (z. B. Sudan, Somalia) bis hin zur Arabischen Halbinsel.
- Nordafrika: Vereinzelt finden sich Arten wie Parabuthus hunteri in Ländern wie Ägypten oder Libyen.
Bevorzugte Lebensräume
Sie besiedeln vor allem aride und semi-aride Regionen mit weniger als 600 mm Jahresniederschlag. Dazu gehören:
- Wüsten und Halbwüsten (z. B. Namib-Wüste).
- Buschveld und Savannen mit sandigen Böden, in denen sie flache Gänge graben.
Detaillierte Verbreitungsdaten zu einzelnen Arten wie P. transvaalicus oder P. granulatus findest du in den Datenbanken von The Scorpion Files oder auf Beobachtungskarten von iNaturalist.
Terrarium & Einrichtung
Größe: Für ein adultes Tier (z. B. P. villosus oder P. transvaalicus) sollte das Terrarium mindestens 40 x 30 x 30 cm messen.
Bodengrund: Ein Gemisch aus Sand und Lehm (Verhältnis ca. 3:1), das im feuchten Zustand eingebracht und festgestampft wird. Nach dem Trocknen ist es hart und grabfähig, was für diese Arten essenziell ist.
Einrichtung: Flache Steine, Schieferplatten oder Korkrinden dienen als Verstecke. Dekoration wie trockene Gräser oder Wurzeln ist optional. Eine kleine, flache Wasserschale sollte vorhanden sein.
Klima & Technik
Temperatur:
Tag: 28C bis 35C (punktuelle Hitzeplätze bis 40C sind ideal).
Nacht: Absenkung auf Zimmertemperatur (20C bis 22C).
Luftfeuchtigkeit: Trocken halten (30–40 %). Nur eine Ecke des Terrariums sollte gelegentlich leicht angefeuchtet werden, um die Häutung zu unterstützen.
Beleuchtung: Ein Spotstrahler zur Wärmeerzeugung reicht aus. UV-Licht ist nicht erforderlich.
Verhalten & Fütterung
Ernährung: Heimchen, Grillen, Heuschrecken oder Schaben alle 10–14 Tage, bei Adulten Tieren.
Sozialverhalten: In der Regel Einzelgänger. Eine Gruppenhaltung ist riskant und führt oft zu Kannibalismus.
Gefahrenpotenzial: Hochpotentes Gift! Einige Arten wie P. villosus können ihr Gift zielsicher bis zu einem Meter weit verspritzen. Beim Hantieren im Terrarium ist eine Schutzbrille zu empfehlen.
2. Verbreitungskarte und Vorkommen
Die Gattung Parabuthus ist ein typischer Vertreter der afrotropischen Region. Sie bevorzugt Gebiete mit geringen Niederschlagsmengen (unter 600 mm pro Jahr).
Geografische Verteilung
Die folgende Übersicht zeigt die Hauptvorkommen der Gattung:
Südliches Afrika
Namibia, Südafrika, Botswana, Simbabwe
P. villosus, P. transvaalicus, P. raudus
Ostafrika
Kenia, Tansania, Äthiopien, Somalia
P. pallidus, P. liosoma, P. qaraaf
Arabische Halbinsel
Jemen, Saudi-Arabien (Südwesten)
P. liosoma
Schematische Verbreitungsübersicht
Stellen Sie sich eine Karte vor, auf der die gesamte südliche Hälfte Afrikas (außer der feuchten Küstenregionen im Osten und der Regenwälder in Zentralafrika) markiert ist. Die Verbreitung zieht sich wie ein breites Band entlang des "Ariden Korridors" von Namibia über Südafrika hoch bis zum Horn von Afrika und springt über das Rote Meer auf den Jemen und Saudi-Arabien über.
Fehlende Gebiete: In den tropischen Regenwäldern Zentralafrikas sowie im feuchten Westafrika kommen Parabuthus-Arten aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit nicht vor.
Mein Tipp für dich
Falls du planst, dir ein Tier anzuschaffen: Parabuthus villosus ist besonders spannend, da diese Art oft tagaktiv ist und man sie wunderbar beobachten kann. Achte aber penibel auf ein ausbruchssicheres Schloss am Terrarium.